Die Technische Gesellschaft Zürich – seit 1825

  • Die Entstehung der TGZ

    Die Gründung der Technischen Gesellschaft Zürich im Jahr 1825 stand an der Zeitwende, dem Beginn der eigentlichen Industrialisierung der Schweiz. Es galt, den Rückstand auf technischen Gebieten gegenüber dem Ausland, namentlich England, aufzuholen. Eines der Ziele bei der Gründung der TGZ war, eine technische Lehranstalt ins Leben zu rufen. Diese entstand denn auch 1827 als Fortsetzung der damaligen "Kunstschule" an der Bärengasse. Sie sollte "denjenigen Jünglingen, welche nach Absolvierung der Classen der Kunstschule oder entsprechenden Classen der Gelehrtenschule vor Eintritt in das Berufsleben noch eine höhere Ausbildung wünschten, Gelegenheit geben, dieselbe zu erhalten". An ihre Stelle trat 1833 – sozusagen als Kind der TGZ – die Zürcher Industrieschule, die in die damals neu gegründete Kantonsschule integriert wurde. Der ab 1847 amtierende Rektor der Industrieschule, Prof. J. W. von Deschwanden, wurde 1854 vom Bundesrat in die Expertenkommission zur Organisation des Polytechnikums berufen. Er gilt als Hauptorganisator des Polytechnikums (gegründet 1855, seit 1912 ETH). Unter den ersten Professoren des Polytechnikums befanden sich eine Reihe von Absolventen der Zürcher Industrieschule, die oft auch Mitglieder der TGZ waren. Die persönliche Verflechtung zwischen der TGZ und dem Lehrkörper des Polytechnikums war damit von Anfang an gegeben und hat sich bis in die Gegenwart fortgesetzt.

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    Johann Jakob Ulrich Irminger (1785-1838) Kantonsapotheker und Gründer der TGZ

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    Übersicht über die Veranstaltungen der TGZ im Jahre 1859

Die TGZ heute

Der Vermittlung und dem Austausch von Wissen zum Stand der Technik ist die TGZ bis heute treu geblieben. Auch ist sie nach wie vor eng mit der ETH Zürich verbunden. Während des Herbst- und Frühjahrssemesters veranstaltet sie ungefähr zehn Vorträge an der ETH sowie Exkursionen und Besichtigungen. Die Veranstaltungen bringen neue Entwicklungen und Problemstellungen auch dem Nichtspezialisten verständlich, aber immer fachlich korrekt, nahe. Dadurch erhalten die Mitglieder die Möglichkeit, aktuelle technische Entwicklungen zu verfolgen.

Der Vorstand achtet darauf, dass die verschiedensten Gebiete der Technik vorgestellt werden. So reichen die Vorträge von neuesten Entwicklungen im Bauwesen über aktuelle Fortschritte im Bereich der Informationstechnologie oder der Life Sciences bis hin zu modernsten Techniken im Bereich des Umweltschutzes.

Zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen nimmt die TGZ durch Vorträge und Thesen in wissenschaftlicher Form Stellung und will technologische Voraussetzungen und Zusammenhänge aufzeigen, um Grundlagen für eine rationale Diskussion zu schaffen.