Die Technische Gesellschaft Zürich fördert seit 1825 das Wissen und gegenseitige Verständnis auf dem Gesamtgebiet der Technik

Kommende Veranstaltungen

Die Vorträge im Frühjahrssemester 2017 finden jeweils um 18:15 im Hörsaal ETH HG D 1.2 statt → Lageplan.


Montag, 27. Februar 2017, 18:15, Hörsaal ETH HG D 1.2

Prof. Dr. Dominik Obrist, ARTORG Center Universität Bern:
Fortschritte in den Technologien zur Behandlung kardio- vaskulärer Erkrankungen

Spätestens mit der Einführung der Herz-Lungen-Maschine in den 1950er Jahren hat die moderne Technologie bei der Behandlung von Herz- und Gefäss-Erkrankungen Einzug gehalten. Neueste technologische Entwicklungen erlauben inzwischen den Einsatz von immer dauerhafteren therapeutischen Lösungen bei einem immer geringeren chirurgischen Trauma. — Der Referent wird solche biokompatible und minimal-invasive Technologien anhand des Beispiels der künstlichen Herzklappen und der Kunstherzen besprechen und einen Ausblick auf die noch anstehenden technologischen Herausforderungen geben.

 

Montag, 20. März 2017, 18:15, Hörsaal ETH HG D 1.2

Dr. Gianluca Ambrosetti, Synhelion: 
Die Solarenergie wird erwachsen

Die jüngsten Nachrichten über die Solarenergie waren getrübt von Problemen der Branche und durch die schwankende Stromerzeugung überlastete elektrische Netze. Trotzdem ist die Solarenergie mittlerweile eine Industrie mit einem jährlichen Volumen von $100 Mia. Grosse Solaranlagen sind mit der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen wettbewerbsfähig. Die installierte Kapazität wächst weiter. Der Preiszerfall bei der marktbeherrschenden Photovoltaik hat konkurrierende Technologien weitgehend verdrängt. Trotzdem hat die Solarenergie das Potential, sich über eine Einheitslösung hinaus zu entwickeln und spezifische Nischen mit höheren Margen zu erschliessen. Diese Entwicklung wird durch eine Reihe neuer Technologien verkörpert, von ästhetisch verbessertem Design über hochintegrierte Multifunktionssysteme für die simultane Bereitstellung von Strom, Wärme und Kühlung bis hin zu Solarbenzin.

 

Montag, 10. April 2017, 18:15, Hörsaal ETH HG D 1.2

Prof. Dr. Michael Arand, Universität Zürich:
Wechselwirkung von Medikamenten 

Arzneistoffe sind biologisch hoch aktive chemische Verbindungen, die gezielt zur Behandlung von Krankheitszuständen eingesetzt werden. In aller Regel sind hierbei die gewünschten therapeutischen Effekte von weiteren Wirkungen (Nebenwirkungen) begleitet, die nicht erwünscht sind, aber aufgrund eines vorteilhaften Nutzen/Schaden-Verhältnisses in Kauf genommen werden. Die Kombination unterschiedlicher Medikamente birgt die potentielle Gefahr einer gegenseitigen Beeinflussung der biologischen Aktivität und der Verschiebung des Nutzen/Schaden-Verhältnisses. Daher ist eine möglichst genaue Vorhersage von Wechselwirkungen für eine gezielte und sichere Arzneimitteltherapie von grösster Bedeutung. Prof. Arand geht auf die prinzipiellen Mechanismen ein, welche solchen Arzneimittel-Wechselwirkungen zugrunde liegen, erläutert diese an einzelnen Beispielen und beleuchtet die Möglichkeiten und Grenzen der rationalen Vorhersage von Arzneimittel-Interaktionen.

 

Montag, 8. Mai 2017, 18:15, Hörsaal ETH HG D 1.2

Dr. Rolf Leuenberger, em. Lehrbeauftragter ZHAW und HSR:
Künstliche neuronale Netze

Nach einer kurzen Einführung in die Funktionsweise künstlicher Nervenzellen behandelt Dr. Leuenberger die Verschaltung mehrerer künstlicher Nervenzellen zu Netzen. Anhand von Beispielen erläutert er die Wirkungsweise und Lernfähigkeit künstlicher neuronaler Netze. Auf eine wirkungsvolle Lernmethode, die ebenfalls von der Natur inspiriert ist, wird vertieft eingegangen. Weitere Beispiele zeigen die enorme Einsatzbreite und manchmal auch verblüffende Wirkung neuronaler Netze. Der Referent zeigt die heute sichtbaren Grenzen der neuronalen Technologie auf und geht auf berechtigte Kritikpunkte ein.

 

Montag, 22. Mai 2017, 18:15, Hörsaal ETH HG D 1.2

Roger Halbheer, Managing Director Accenture:
Sicherheit in einer digitalen Welt

Die Digitalisierung schreitet mit immer grösseren Schritten voran. Damit steigen auch die Anforderungen an die unterstützenden Infrastrukturen, den Regulator und die zugehörigen Prozesse. Die Sicherheits-Organisation eines Unternehmens muss sich in diesem Zusammenhang wandeln, denn das Business verlangt nach einem klaren Mehrwert, damit die Sicherheit nicht zu einer reinen Compliance-Übung verkommt. Doch welche Massnahmen sind nötig und wie kann/muss man die Sicherheit zu einer innovativen und zukunftsgerichteten Funktion umbauen?

 

Freitag, 8. September 2017, Nachmittag und Abend, Technopark Zürich

Exkursion zum Technopark Zürich und Rechenmahl

Programm und Anmeldeinformationen folgen später.